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HAVANNA -KUBA

Für 10 Tage waren wir in Havanna, der Hauptstadt Kubas, welche besonders für die bunten Oldtimer und Häuserfassaden bekannt ist. Was man auf jeden Fall gesehen haben sollte und worauf man bei einer Reise nach Kuba achten sollte berichte ich euch hier 🙂

Schon wenn man aus dem kleinen Flughafen Havannas heraus geht, fühlt man sich in eine andere Zeit hineinversetzt. Wir wurden gleich vom Flughafen mit einem Oldtimer abgeholt und schon die Fahrt war für uns ganz ungewohnt und voller Eindrücke. Es gibt natürlich keine Anschnallgurte und die Federung ist auch noch ganz anders und man wackelt ganz schön während der Fahrt auf dem weichen Lederrücksitz hin und her. Am Straßenrand sieht man viele Kubaner auf Busse warten, Pferdekutschen ziehen einfach quer über die Straße an einem vorbei und Transporter mit Bauarbeitern auf der Ladefläche fahren neben uns auf der Straße.

Unser Geld haben wir gleich zu Beginn am Flughafen gewechselt, aber dies geht auch in einer Wechselstube für denselben Kurs. Was viele nicht wissen: In Kuba gibt es zwei Währungen: CUP (Peso convertible) für Touristen und CUC (Kubanischer Peso) für Einheimische. Da EC- und Kreditkarten in Kuba meist nicht angenommen werden, würde ich auf jeden Fall genügend Bargeld mitnehmen! Wichtig ist auch, dass ihr bei Wechselgeld oder in der Wechselstube darauf achtet, dass auf den Scheinen „convertible“ drauf steht, da der Peso Cubano immer weniger wert ist.

Unsere Unterkunft war eine „Casa Particular“, eine Privatunterkunft direkt in der Altstadt Havannas. Viele dieser Unterkünfte findet ihr schon sehr günstig bei Airbnb. Es gibt zwar auch schöne Hotels, aber diese sind um einiges teurer und meist trotz vier Sternen nicht so toll. Durch eine private Unterkunft ist man den Kubanern und dem Leben dort viel näher. Denn das Leben der Kubaner findet auf der Straße statt. Kinder spielen auf der Straße Fußball oder malen im Hauseingang Bilder, ältere Männer sitzen zusammen und spielen Karten. Vielleicht liegt dies auch daran, dass es nur sehr eingeschränkten Internetzugang im Land gibt. Als Tourist kann man sich zum Beispiel im Hotel eine Karte kaufen, um sich mit den Zugangsdaten im Hotel oder größeren Plätzen mit dem Wlan zu verbinden. Für insgesamt fünf Stunden zahlt man ca fünf CUC. Anders als bei uns ist so draußen auf der Straße immer viel los und es tut auch wirklich mal gut nicht ständig „online“ zu sein.

Direkt zu Beginn unserer Reise haben wir das gute Wetter genutzt und sind zum Strand gefahren. Vom Kapitol fährt hierfür der Bus T3 zu den Playas del Este. Der Bus ist super modern und sogar klimatisiert. Die Fahrt dauert ca 40 Minuten. Ich würde empfehlen nicht ganz bis zur Endstation zu fahren, sondern bei dem Strandabschnitt Santa Maria aus zusteigen. Der Strand und das Wasser dort sind ein Traum und man kann dort eine leckere Kokosnuss trinken.

Da unsere Unterkunft direkt in der Altstadt an der Obispo Straße lag sind wir dort am meisten unterwegs gewesen. Die Straße führt direkt zum wunderschönen Platz „Plaza Vieja“ und von da haben wir meist zu Fuß die kleinen Gassen erkundet. Besonders schön ist die Calle Mercaderes. Hier befinden sich mehrere kleine Geschäfte. Besonders die Parfümerie Habana 1791 fand ich toll. Hier kann man aus verschiedenen Essenzen sein eigenes Parfum kreieren. Als Andenken hat man so seinen ganz eigenen, einzigartigen Duft aus Havanna. Zum Essen kann ich das Café Paris in der Altstadt empfehlen. Hier unbedingt das „traditional cuban Food with shredded beef“ bestellen (für uns das beste Essen in Kuba gewesen).

Was man bei einer Reise nach Kuba bedenken sollte: es sieht nicht überall so schön restauriert und farbenfroh aus, wie es auf den meisten Bildern zu sehen ist. Es gibt auch viele Straßen und Gassen, wo sich der Müll auf der Straße und Tonnen sammelt, die Häuser verlassen und herunter gekommen sind und dünne Straßenhunde das Bild prägen. Aber auch das gehört zu Kuba. Dadurch, dass wir Anfang Juni Kuba bereist haben und zu dem Zeitpunkt schon die Regenzeit angefangen hat, gab es abends öfter Gewitter und Regen. Tagsüber hatten wir aber meist Glück mit dem Wetter und die Sonne schien. Trotzdem würde ich wasserfestes Schuhwerk empfehlen, was schmutzig werden kann. Denn besonders in der Altstadt fließt das Regenwasser auf der Straße schlecht ab und es bilden sich riesige Pfützen.

Nicht weit entfernt befindet sich im Herzen Havannas auch das bekannteste Gebäude Kubas, das Kapitol. Es wurde bei seinem Bau dem Kapitol der US- amerikanischen Hauptstadt Washington nachempfunden und ist von außen allein schon sehr prächtig und beeindruckend. Überraschend ist, dass die Spitze des Kapitoles mit 91,73 Metern mehr als 3 Meter höher ist als die Spitze des US-Kapitoles.

Ein MUSS in Havanna ist es mit einem der vielen Oldtimer eine City Tour zu machen und die Stadt zu erkunden. Am Kapitol stehen viele Anbieter mit Oldtimer Cabrios in den verschiedensten Farben. Wir haben uns ein pinkes Cabrio ausgesucht und eine einstündige Tour durch die Vororte Havannas gemacht. Besonders die Villenviertel Miramar und das moderne Viertel Vedado sind wunderschön mit beeindruckenden Villen. Wir haben für die Stunde 40 CUC bezahlt.

Alkohol und besonders Rum ist in Kuba sehr günstig. Mojitos gibt es schon für 2 CUC in vielen Restaurants und Bars. Besonders die beiden Bars La Floridita und La Bodeguita sind durch Ernest Hemingways Spruch „My mojito in La Bodeguita – my daiquiri in El Floridita“ („Meinen Mojito in der Bodeguita, meinen Daiquiri in der Floridita“) weltweit bekannt geworden. Beide Bars befinden sich in der Altstadt und sind natürlich voller Touristen, wodurch die Preise auch höher als in einer normalen Bar sind, aber die Athmosphäre ist unbeschreiblich. Die Wände in der La Bodeguita sind vollgeschrieben von früheren Gästen, es wird Live Musik gespielt ist und es ist immer sehr voll und laut.

FUN FACTS & TIPPS

  • Als Frau in Kuba bekommt man permanent Zurufe und Komplimente von Jung und Alt. Allerdings meint dies keiner böse und es bleibt meist bei einem „Bonita“. Wir haben von jedem gehört, dass so die Kubaner einfach seien 😄 Trotzdem haben wir uns immer sehr sicher dort gefühlt!
  • Egal in welches Restaurant man geht, meist gibt es irgendwas auf der Karte zurzeit nicht 😄
  • Abends sollte man nach Vedado, denn anders als erwartet ist in der Altstadt Havannas nicht viel los und die Restaurants und Bars sind fast leer.
  • Von der Fabrica de Arte Cubano war ich am meisten beeindruckt. Eine Gallerie mit moderner Kunst auf drei Etagen in einem alten Fabrikgebäude mit Bars und tollem Ambiente. Hier fühlt man sich als wäre man gerade in New York. Tipp: Probiert dort den Mojito Fresco!
  • Die Kubaner lieben Musik – In jedem Restaurant spielen Live Bands, auf der Straße oder am Strand läuft Musik und es wird dazu getanzt – egal ob jung oder Alt. Das fande ich echt schön 🙂
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